Gay Culture
Hanky Code
Kurzbeschreibung
Der Hanky Code (auch bekannt als Taschentuch-Code, Bandana-Code und Flagging) ist eine traditionelle Form der Signalisierung, die am häufigsten in der Gay- und Leder-Community verwendet wird. Der "Code" nutzt farbcodierte Taschentücher und deren Trageweise, um sexuelle Vorlieben, die Art des gewünschten Sex und die Rolle als Top oder Bottom anzuzeigen. Hankies können am Handgelenk, Knöchel oder Bein (am Oberschenkel, oberhalb des Knies) oder um den Hals getragen werden, wobei der Knoten entweder rechts oder links sitzt. Auch andere Gegenstände wie Schlüssel, Schlüsselanhänger, Uhrenketten oder sogar Handschellen können zur Kommunikation verwendet werden.
Ausführliche Erklärung
Der Hanky Code (auch als Taschentuch-Code, Bandana-Code oder Flagging bekannt) ist eine traditionelle Form der Signalisierung, die am häufigsten in der schwulen und Leder-Community verwendet wird. Der „Code“ nutzt farbcodierte Taschentücher und deren Trageweise, um bevorzugte sexuelle Interessen, die Art des gewünschten Sex und die Rolle als Top oder Bottom anzuzeigen. Hankies können am Handgelenk, Knöchel oder Bein (am Oberschenkel, oberhalb des Knies) oder um den Hals getragen werden, wobei der Knoten entweder nach rechts oder links zeigt. Auch andere Gegenstände wie Schlüssel, Schlüsselanhänger, Uhranhänger oder sogar Handschellen können zur Kommunikation verwendet werden.
Zum Beispiel kann ein schwarzes Taschentuch auf der linken Seite auf einen SM-Top hinweisen, während dasselbe Taschentuch auf der rechten Seite eine Person als SM-Bottom kennzeichnet. Es gibt jedoch keine einheitliche Autorität dafür, was bestimmte Platzierungen und Farben bedeuten, und diese variieren wahrscheinlich von Community zu Community. Eine Version eines Hanky-Code-Schlüssels findest du hier.
### Ursprünge des Begriffs
Das Tragen von farbigen Bandanas war unter Cowboys, Eisenbahnarbeitern und Bergleuten im amerikanischen Westen Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts üblich. Eine Ursprungsgeschichte führt diese Praxis auf das San Francisco nach dem Goldrausch zurück, wo ein Mangel an Frauen dazu führte, dass Männer bei gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Square Dances oft miteinander tanzten. Um zu signalisieren, wer welche Rolle übernehmen würde, verwendeten die Tänzer einen einfachen Farbcode: Ein blaues Bandana stand für den „männlichen“ Part, während ein rotes Bandana den „weiblichen“ Part markierte. Diese Bandanas wurden typischerweise am Arm getragen, in den Gürtel gesteckt oder hingen aus einer Gesäßtasche. Es ist ein frühes Beispiel dafür, wie Kleidung genutzt wurde, um Rolle und Vorlieben diskret zu kommunizieren.
Es wird angenommen, dass der moderne Hanky Code in den 1970er Jahren in New York City begann, als ein Journalist des „Village Voice“ scherzhaft vorschlug, dass schwule Männer verschiedenfarbige Taschentücher tragen könnten, um bestimmte sexuelle Interessen und Rollen anzuzeigen.
Quelle
Dieser Eintrag basiert auf einem Artikel aus dem FetLife Kinktionary. Der Inhalt wurde übersetzt und an das Kinky Circle Wiki angepasst.