Sexual Activities
Sakrale Sexualität
Kurzbeschreibung
Sakrale Sexualität zielt darauf ab, Sex als spirituelle Praxis und als Weg zu betrachten, wie Menschen mit sich selbst, ihren Partner:innen und etwas Sakralem oder Göttlichem in Verbindung treten können. In der sakralen Sexualität wird Sex als Ausdruck von Lebenskraft oder göttlicher Energie gesehen. Praktizierende der sakralen Sexualität betrachten Sex möglicherweise als transformativ und spirituell, anstatt nur physisch.
Ausführliche Erklärung
Sakrale Sexualität zielt darauf ab, Sex als spirituelle Praxis und als eine Möglichkeit zu betrachten, wie Menschen eine Verbindung zu sich selbst, ihren Partner:innen und etwas Heiligem oder Göttlichem herstellen können. In der sakralen Sexualität wird Sex als Ausdruck von Lebenskraft oder göttlicher Energie gesehen. Praktizierende der sakralen Sexualität betrachten Sex möglicherweise als transformativ und spirituell, nicht nur als physisch.
Diese Praxis beinhaltet die Kultivierung von Präsenz und Absicht. Sie konzentriert sich auf Achtsamkeit, Verlangsamung und das Gegenwärtigsein während des Sex (allein oder mit einem Partner). Sie kann genutzt werden, um die Intimität mit einem Partner zu vertiefen, die Lust zu erweitern und von Scham oder Trauma zu heilen. Viele sehen darin auch eine Möglichkeit, Sex mit spiritueller Bedeutung zu verbinden.
Sakrale Sexualität wird oft durch tantrische Sex-Praktiken oder andere traditionelle Praktiken wie taoistische oder neopagane Sexualpraktiken angegangen. Dazu gehören Dinge wie:
- Breathwork: Koordination des Atems, um Erregung und Verbindung zu vertiefen.
- Eye Gazing: Längerer Augenkontakt als Mittel zur Steigerung der Intimität.
- Chakra-Arbeit: Einsatz von Berührung, Visualisierung oder Klang, um Energiezentren im Körper zu erwecken.
- Ritual: Schaffung eines heiligen Raums mit Kerzen, Symbolen oder Absichtssetzung vor dem erotischen Play.
- Achtsame Berührung: Langsame, aufmerksame, oft den ganzen Körper umfassende Berührung als Meditation.
- Orgasmusenergie: Erforschung des Orgasmus nicht nur als Höhepunkt, sondern als Energiewellen, die verlängert oder kanalisiert werden können.
### Ursprünge des Begriffs
Die sakrale Sexualität, wie sie heute praktiziert wird, geht vermutlich auf mehrere alte spirituelle Praktiken zurück, darunter Tantra, taoistische Sexualität, griechische und römische Traditionen sowie pagane Traditionen. Im Mittelalter ging die sakrale Sexualität im Westen weitgehend in den Untergrund, da das Christentum Sex primär zur Fortpflanzung rahmte. Die Vorstellung von Sex als spirituell und göttlich tauchte in den 1960er und 1970er Jahren wieder auf, als östliche Philosophien im Westen populär wurden.
### Verwandte Aktivitäten
- Neotantra
- Yoni-Massage
- Lingam-Massage
- Energy Play
- Sex Witch
- Sacred Play
Quelle
Dieser Eintrag basiert auf einem Artikel aus dem FetLife Kinktionary. Der Inhalt wurde übersetzt und an das Kinky Circle Wiki angepasst.